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Wissenschaftlich publizieren mit LaTeX

Allgemeines zu LaTeX

TeX ist ein leistungsfähiges Textsatzsystem mit besonderen Stärken im mathematischen Formelsatz. Ein weit verbreitetes und extrem leistungsfähiges Makropaket, das der Erstellung einfacher und beliebig komplexer Dokumente erleichtert ist LaTeX. TeX/LaTeX-Implementationen gibt es für viele Rechnerplattformen. Dabei stehen freie und kommerzielle Implementationen zur Verfügung. Besondere Funktionen für die Erstellung von Literaturlisten (BibTeX), Index-Erstellung, automatische Generierung von Querverweisen, Unterstützung vieler (auch außereuropäischer) Sprachen. Auf vielen Rechnerplattformen verfügbar, über große Zeiträume "stabiles" Dokumentformat.

Ein TeX/LaTeX-System ist daher für die Erstellung eines größeren Dokuments (wie eine Dissertationsschrift oder eine Diplomarbeit) viel eher geeignet als ein normales Textverarbeitungsprogramm. Man sollte dabei jedoch eine ausreichend bemessene Zeit zur Einarbeitung vorsehen und den Einsatz eines solchen Systems an kleinen Dokumenten üben

Die Verwendung von LaTeX in den Biowissenschaften wird von Tom Schneider diskutiert. Diese Webseite enthält eine Reihe von BibTeX-Styles für Zeitschriften aus dem Bereich der Biowissenschaften. Eine (noch experimentelle) eigene Implementation des Vancouver-Zitierformats als BibTeX-Style.

Eine z. Zt. viel verwendete Windows-Implementation ist MiKTeX von Christian Schenk, eine plattformübergreifendes TeX-System, das auch Windows mit einschließt ist TeX Live. Eine leistungsfähige etwas ältere DOS/OS2-Implementation ist EmTeX von Eberhard Mattes. Zum Übersetzen eines (La)TeX-Dokuments in das HTML-Format (und den anschließenden Import in ein "normales" Textverabeitungsprogramm) ist u.a. tth geeignet. (La)TeX-Pakete für biomedizinische Anwendungen werden im Rahmen des BioTeX-Projekts von E. Beitz entwickelt und veröffentlicht. Ein empfehlenswertes einführendes Dokument für den Einstieg in diese leistungsfähige Textverarbeitung ist l2kurz2.pdf. Eine Übersicht über nicht (mehr) empfehlenswerte LaTeX Konstrukte im LaTeX2e Sündenregister (Mark Trettin). Die Homepage für das LaTeX-Projekt.

Informationsquellen zu LaTeX

Konvertieren vom LaTeX-Format in Textverarbeitungsprogramme

Eine Übersicht über die Strategien zum Konvertieren von LaTeX-Dokumenten in Formate, die von Textverarbeitungsprogrammen gelesen werden können, stammt von W. Hennings.

Publizieren mit LaTeX in Medizin und Biowissenschaften

Zwar akzeptieren einige wenige Zeitschriften inzwischen Dokumente im LaTeX-Format, dennoch ist davon auszugehen, daß man beim Publizieren in medizinischen Zeitschiften ein Dokument im Word Format abzuliefern hat (was nicht heißt, daß man es in Word erstellt haben muß). Wenn sich ein Autor einmal in LaTeX so weit beschäftigt hat, daß er in der Lage ist, Dokumente mit Literaturliste unter Verwendung von LaTeX zu schreiben, wird er wahrscheinlich gern

Die eigenen Bemühungen bei der Suche nach frei verfügbarer Software hat bisher nichts zutage gefördert, was ausreichend zuverlässig eine Umwandlung von Dokumenten direkt in das RTF-Format ermöglicht. Dagegen scheint der Umweg über HTML-Dateien ausreichend praxistauglich zu sein. Bei der eigenen Arbeit hat sich hierzu am meisten tth bewährt, HeVeA ist mit bestimmten Einschränkungen zu brauchen (mit HeVeA konvertierte Tabellen machen meist keine rechte Freude). Man importiert dann die HTML-Datei in eine (leeres) Word (oder StarOffice/OpenOffice) Document. Anschließend kann man noch einige kleine kosmetische Korrekturen vornehmen und sich davon überzeugen, daß der Import in das Word-Dokument verlustfrei gelungen ist. Bei der eigenen Arbeit fiel auf, daß neuere Word-Versionen an HTML-Dokumenten scheiterten, die mit Makeindex erhaltene Stichwortverzeichnisse enthielten.

Was spricht dafür, die Rohfassung von Manuskripten mit LaTeX zu erstellen?

Die mit der Konvertierung über das Zwischenformat HTML erreichbare Qualität reicht in vielen Fällen bereits aus: in der Regel kommt es beim Einreichen der endgüligen elektronischen Fassung eines Manuskripts in Medizin/Biowissenschaften nicht darauf an, ein ansprechend formatiertes Dokument vorzulegen, sondern es soll dem Verlag ermöglicht werden, den Inhalt verlustfrei zu erhalten und damit die Texterfassung zu erleichtern. Häufig bitten Verlage auch darum, explizite Formatierungen zu unterlassen.

Eigene LaTeX-Dokumentklassen, Dokumentschablonen


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